Im Fokus Archive - Massageausbildung Body&Soul

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Im Fokus: Die Lomi Lomi Massage

Die Lomi Massage hat ihren Ursprung in Polynesien und verknüpft die eigentliche Massagetherapie mit einem ganzheitlichen Konzept, das auch spirituelle Riten wie Tanz, Gebet und Gesang beinhaltet.

Wichtig: Bei uns in der Massageschule BNS lehren wir keine spirituelle Lomi Lomi; dieser Artikel dient lediglich der Hintergrundinformation. Es wird in unserer Massageausbildung eine Lomi Lomi Massage ohne jeglichen Gebete, Tanz und Gesang gelehrt!

Unter Berufung auf traditionell hawaiianische Ansätze einer ganzheitlichen Betrachtung von Körper, Geist und Seele glauben Lomi Therapeuten an die sogenannte „mana“, was übersetzt so viel wie „Lebensenergie“ bedeutet. Diese, so die Überzeugung, wird bei der Lomi Massage vom Therapeuten auf den Klienten weitergegeben bzw. aktiviert; der Patient fühlt sich besser, gesünder und spirituell ausgeglichen.

Bedeutung der „Lomi Lomi“

Lomi bedeutet im Grunde nichts anderes als „Massage“; in hiesigen Massagepraxen findet man die Therapie z.B. unter den Namen „hawaiianische Körperarbeit“, „traditionelle Lomi Lomi“, „Tempel Lomi“ oder schlicht „hawaiianische Massage“.

Die Lomi wurde im Laufe der Geschichte mehrfach angepasst und weiterentwickelt, fest verankert wurde sie dann auf Hawaii im Rahmen der Huna Philosophie/Religion durch die sogenannten „Kahunas“ (Schamanen).

Im Mittelpunkt der Lomi Massage steht die Vorstellung einer liebenden, wohlgesonnenen Hingabe; daher wird diese Therapieform im englischen Sprachraum auch oft als „loving hand massage“ bezeichnet. „Huna“ beschreibt dabei einen bestimmten Bewusstseinszustand des Therapeuten, der „mit liebendem Herzen“ positive Energien an den Patienten weiter gibt. Diese „Lebensenergie“ finden sich als „Qi“ und „Ki“ auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sowie im Reiki wieder.

Ebenfalls ähnlich ist, dass die Kahunas die Massage nicht als isolierte Therapieform betrachten, sondern mit Pflanzenheilkunde und Atemübungen kombinieren.

Hierzulande ist die Lomi weit weniger bekannt als beispielsweise die TCM. Sie lässt sich jedoch gut mit schulmedizinischen Ansätzen kombinieren und findet zunehmend Verbreitung im Rahmen ganzheitlicher Behandlungen.

Wirkung der Lomi Lomi Massage

Der traditionellen hawaiianischen Heilkunst werden zahlreiche positive Wirkungen auf das körperliche und geistige Wohlbefinden zugesprochen.

Dazu gehören neben dem Muskel Skelett System (größere Flexibilität, höherer Bewegungsradius, aufrechtere Haltung) auch Kreislauf und Entgiftung (bessere Durchblutung, besserer Lymphfluss, Entschlackung) sowie vegetative Funktionen (verlangsamter Herzschlag, blutdrucksenkend) und das Immunsystem (allgemeine Vitalisierung, bessere Immunabwehr, schnellere Regeneration nach Verletzungen).

Ähnlich wie in der traditionellen chinesischen oder indischen Heilkunst geht die Lomi davon aus, dass der Körper negative Gedanken, Erlebnisse und Empfindungen „speichert“ und der natürliche Energiefluss durch Blockaden gestört wird. Die Griffe und Bewegungen der Lomi sind sanft und fließend und sollen den Klienten von eingefahrenen Glaubensgrundsätzen, schädlichen Mustern und Verhaltensweisen befreien. Als ganzheitlicher Ansatz zielt die Lomi Lomi also darauf ab, Körper, Geist und Seele in Balance zu bringen und dem Klienten zu mehr Wohlbefinden auf allen Ebenen zu verhelfen.

Ablauf der Lomi Lomi Massage

In der spirituellen Lomi Lomi kommt eine Kombination aus Massage, Gesang und Gebet zum Einsatz; manche Therapeuten greifen zudem auf spezielle Vulkansteine oder auch Heilkräuter zurück.

Vor der Massage

In Abgrenzung zu vielen anderen Massagen, die sich auf einen bestimmten Bereich des Körpers konzentrieren (z.B. Nacken, Rücken, Schultern), ist die Lomi Lomi eine Ganzkörpermassage; der Klient bleibt dabei auch größtenteils unbedeckt.

Dies sollte zwischen Therapeut und Klient von Beginn an kommuniziert werden, damit es nicht zu unangenehmen Situationen kommt.

Vor der Massage legt der Therapeut dem Kunden bzw. Patienten zudem für einige Sekunden die Hand auf bittet um Heilung für seine Beschwerden.

Während der Massage

Charakteristisch für die Lomi Lomi Massage ist, dass sie individuell auf den Klienten und die spezifische Situation angepasst wird; es gibt also keinen routinierten Ablauf. Manche Einheiten der Massage gestalten sich schneller, andere werden sehr langsam durchgeführt. Starker und sanfter Druck wechseln sich ab, die Bewegungen sind jedoch immer fließend.

Ähnlich wie bei einigen fernöstlichen Massagetherapien setzt der Massagetherapeut bei der Lomi Lomi zudem nicht nur seine Hände, sondern auch die Unterarme ein. Dabei werden neben der Muskulatur auch die Gelenke gelockert.

Typisch für die spirituelle Lomi ist, dass der Therapeut die Massage mit einem fließenden Tanz verknüpft und dabei singt bzw. summt. Dieses Summen und Singen ist eng mit Atemübungen verknüpft, die helfen sollen, Blockaden zu lösen und den natürlichen Energiefluss anzuregen. Dabei können beim Klienten auch Emotionen frei gesetzt werden, die ein guter Behandler richtig aufzufangen weiß.

Nach der Massage

Nach der Lomi Lomi Massage spricht der Therapeut erneut eine Segnung aus, um die Heilung des Klienten zu unterstützen.

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Im Fokus: Die Sportmassage

Die Sportmassage kommt vor allem bei Athleten zum Einsatz und dient quasi der richtigen „Wartung“ des Körpers vor und nach einer sportlichen Höchstleistung.

Dem Grunde nach verfolgt die Sportmassage drei Ziele:

  • Vor dem Sport hilft sie dabei, die Heilung vergangener Verletzungen zu beschleunigen und weiteren Beschwerden vorzubeugen.
  • Während der Trainingsphase wirkt sie leistungssteigernd.
  • Nach dem Sport dient sie der Erholung.

Die Sportmassage wirkt sich zudem positiv auf die Durchblutung und Beweglichkeit des Athleten aus.

Ursprung und Einsatz der Sportmassage

Ihren Ursprung hat die heutige moderne Sportmassage in der traditionellen Schwedischen Massage. Sie wurde erstmals von dem Skandinavischen Fechter Henrik Ling angewandt, der die Schwedische Massage im frühen 18. Jahrhundert an seine Bedürfnisse als Sportler adaptierte – und ihr den Namen „Kineseotherapie“ gab.

Große Bekanntheit erlangte die Behandlung aber erst mit der zunehmenden Professionalisierung des Leistungssports. Der Finnische Athlet Lasse Virén führte seinen Erfolg bei den Olympischen Spielen 1972 schließlich auf die „Friktionsmassage“ zurück setzte damit den Grundstein für die weitere Verbreitung, Ausdifferenzierung und Akzeptanz der heutigen Sportmassage.

Heute ist die Sportmassage aus dem Profisport nicht mehr wegzudenken und nimmt einen wichtigen Platz in der medizinischen Betreuung von Leistungssportlern ein.

Besonderheiten und Wirkung der Sportmassage

Die sportliche Leistung von Athleten wird nicht nur durch ihren körperlichen, sondern auch geistigen Zustand beeinflusst. Die Sportmassage kann helfen, vegetative Funktionen (Blutdruck, Herzschlag) und Symptome (Angst, Stress) zu verbessern.

Letztendlich dient die Sportmassage also dazu, so auf Körper und Psyche des Athleten einzuwirken, dass dieser seine Ressourcen optimal nutzen kann. Sie enthält dabei immer noch die starken Grifftechniken ihres Vorläufers, der Schwedischen Massage.

Vor der Performance regt die Sportmassage Kreislauf und Hirndurchblutung an, wodurch die Muskeln aufwärmen und der Athlet seine volle Konzentration erreicht. Nach der Performance wirkt die Massage entspannend und regenerierend.

Besonderheiten der Sportmassage

Die Sportmassage dient nicht nur dazu, den Klienten zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu verhelfen, sondern auch dazu, ihre sportliche Leistung zu steigern. Dadurch ergeben sich in Abgrenzung zu anderen Massageformen einige Besonderheiten.

  • Unterstützend kommen bei der Sportmassage warmes oder kaltes Wasser und Eiswürfel zum Einsatz; diese „Hydrotherapie“ hilft dabei, die Muskulatur zu entspannen und Entzündungen zu lindern. Manche Sportmasseure arbeiten zusätzlich mit besonderen Massageölen.
  • Die Sportmassage konzentriert sich vor allem auf die Muskelgruppen, die bei der athletischen Leistung am meisten beansprucht werden (z.B. Beine beim Radfahren).
  • Nicht nur Hände, sondern auch Ellenbogen kommen bei den starken Grifftechniken der Sportmassage zum Einsatz. Griffe aus der Thai Massage können zudem helfen, Gelenke zu lockern und Muskeln zu dehnen.
  • Die Friktion (kreisende Bewegungen auf einer Stelle) wird mit starkem Druck ausgeübt, wodurch die Muskeln noch besser entspannen und die Blutzirkulation angeregt wird.
  • Die Sportmassage kann je nach Einsatzort und -zweck sowohl be- als auch entkleidet stattfinden.

Viele Athleten spüren nach der Sportmassage einen angenehmen Schmerz („Wohlweh“), fühlen sich ganz unmittelbar jedoch auch revitalisiert und regeneriert.

Wirkung der Sportmassage

Die Sportmassage wird bei Athleten meist kontinuierlich angewandt, um Körper und Geist optimal auf die anstehenden Leistungen vorzubereiten und den spezifischen Anforderungen an Muskulatur, Gewebe und Organunktion gerecht zu werden. Weitere positive Effekte der Sportmassage können sein

  • Körperlich
    • Entspannung der Muskulatur
    • Linderung von Schmerzen
    • bessere Blutzirkulation
    • mehr Beweglichkeit
    • Zuwachs an Kraft
    • Prävention und Regeneration von Verletzungen
  • Geistig
    • Verbesserung der Konzentration und Reaktionszeit
    • Linderung vegetativer Beschwerden (Angst, Stress)

Die Sportmassage kommt bei Athleten nicht isoliert zum Einsatz, sondern oft im Rahmen weiterer Maßnahmen zur Optimierung sportlicher und persönlicher Ziele.

Wie bei allen Massagen ist es wichtig, dass der Therapeut eine fundierte und umfassende Ausbildung durchläuft und die Sportmassage – insbesondere mit Blick auf die Prävention und Regeneration von Verletzungen – fachgerecht durchführt.

 

 

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Im Fokus: Die Lymphdrainage

Die Lymphdrainage gehört zu den gefragtesten Massageformen. Ihr Ziel ist die bessere Zirkulation in den Lymphgefäßen, die eine wichtige Rolle beim Abbau von Stoffwechselprodukten spielen. Die Lymphdrainage trägt nicht nur zu einem besseren Immunsystem bei, sondern kann auch die Organfunktion unterstützen, den Stoffwechsel antreiben und zu einer schnelleren Gewebsregeneration führen. Die Lymphdrainage stellt zwar eine eigene Massageform dar, oft finden sich aber auch in anderen Massagen Teile der Lymphdrainage wieder.

Wichtig: Wir, die Massageschule BNS unterrichten ausschließlich die Lymphdrainage für Wellness, Fitness und Gesundheitsprävention

So funktioniert das Lymphsystem

Um die Wirkung der Lymphdrainage zu verstehen, muss man sich zunächst mit dem lymphatischen System des Körpers auseinandersetzen.

Das Lymphsystem ist ein wichtiger Teil des Immunsystems und besteht aus drei Komponenten, den Lymphgefäßen, den Lymphknoten und der Lymphe. Daneben gibt es noch lymphatische Organe, in denen bestimmte Abwehrzellen (Lymphozyten) differenziert und vermehrt werden (z.B. Milz, Thymus).

Das Lymphgefäßsystem durchzieht den gesamten Körper und befindet sich in ständigem Austausch mit dem umliegenden Gewebe. Es versorgt den Körper mit wichtigen Proteinen und Enzymen und transportiert gleichzeitig Giftstoffe ab. Die Lymphflüssigkeit wird in den Lymphknoten gefiltert (daher sind diese z.B. bei einer Infektion schmerzhaft geschwollen) und schließlich in den Blutkreislauf zurückgeführt. Die gefilterten Abfallprodukte werden über die Leber, Lunge und Nieren entgiftet und schließlich ausgeschieden.

Das passiert bei der Lymphdrainage

Das Lymphgefäßsystem wird bei verschiedenen Massageformen berücksichtigt, indem der Massagetherpeut in Richtung des Herzens ausstreicht. Dadurch wird die natürliche Lymphdrainage unterstützt.

Bei der eigentlichen Lymphmassage wird das Lymphsystem wesentlich stärker angeregt. Nicht die Entspannung der Muskulatur ist hier das Ziel, sondern vielmehr die Unterstützung des Lymphgefäßsystems. Dabei kommen jedoch keinesfalls zu starke Griffe mit hohem Druck zum Einsatz, dies wäre in manchen Fällen sogar kontraproduktiv.

Die Lymphdrainage zeichnet sich nach Emil Vodder durch 4 Grundgriffe aus:

  • Stehende Kreis (in Arealen mit Lymphknotenansammlungen)
  • Pumpgriffe (an den Extremitäten)
  • Schröpfgriffe (Unterarm, Unterschenkel)
  • Drehgriffe (Körperstamm)

Diese werden in wechselnder Intensität durchgeführt und wirken sich v.a. auf den Bereich der Haut- und Unterhaut aus. Die Massage folgt dabei der natürlichen Richtung des Lymphgefäßsystems, die Dehnungs- und Verschiebegriffe kommen in jeder Körperregion etwa fünf bis sieben mal zum Einsatz. Die Lymphdrainage kann am gesamten Körper angewendet werden, viele Therapeuten konzentrieren sich jedoch vor allem auf den Hals, den Bereich um das Schlüsselbein, die Arme oder das Areal, das besonderer Unterstützung bedarf (z.B. nach einer Operation).

Eine etwas seltenere Form der Lymphmassage ist die Bauchmassage. Sie konzentriert sich auf den Bereich des oberen Verdauungstrakts, die Seiten des Rumpfs sowie die obere Hüftregion und soll die Organfunktion verbessern.

So wirkt die Lymphdrainage

Zunächst einmal hat die Lymphdrainage die gleichen Effekte wie alle Massagen: Sie entspannt und steigert das Wohlbefinden.

Durch die spezifische Rolle des Lymphsystems bei der Versorgung des Gewebes mit Nährstoffen und beim Abtransport von Stoffwechselprodukten ergeben sich jedoch noch weitere Vorteile und Einsatzgebiete:

  • Stärkung der Immun- und Infektabwehr
  • Unterstützung des Immunsystems bei HIV und Autoimmunerkrankungen (z.B. Lupus)
  • besserer Schlaf
  • Behandlung von Ödemen nach Operationen (z.B. Mastektomie)
  • Unterstützung von Sportlern nach Sportverletzungen

Zur Unterstützung des Immunsystems, insbesondere in der Erkältungszeit, lassen sich einzelne Griffe der Lymphmassage auch zu Hause anwenden, z.B. durch sanftes Streichen der Extremitäten in Richtung Herz.

Das sind die Kontraindikationen einer Lymphdrainage

Die Lymphdrainage eignet sich nicht für Klienten, die gerade eine akute Infektion durchlaufen, erhöhte Temperatur oder gar Fieber haben, unter Herz- oder Niereninsuffizienz leiden. Die sonst gesundheitsfördernde Wirkung der Lymphdrainage – die verbesserte Zirkulation der Lymphe – kann in diesen Fällen gerade kontraproduktiv sein.

Wie bei allen Massageformen ist wichtig, dass der Therapeut die Lymphdrainage wirklich fundiert beherrscht, sachgerecht durchführt und Kontraindikationen präzise auszuschließen weiß.

Die Konsultation eines Arztes vorab ist anzuraten, wenn Unsicherheiten über Gegenanzeigen bestehen.

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Im Fokus: Die Ayurveda Massage

Die Ayurvedische Massage (Abhyanga Massage) ist wichtiger Bestandteil der traditionellen Indischen Medizin. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz – im Mittelpunkt steht neben Ausgeglichenheit auch Wohlbefinden durch langfristige Änderungen in der Lebensführung. Anders als in der westlichen Medizin wird dabei nicht nur die körperliche, sondern auch geistige und seelische Gesundheit mit einbezogen. Ayurveda hat damit nicht nur kurativen, sondern auch präventiven Charakter und konzentriert sich auf den einzelnen Menschen mit seinen individuellen Besonderheiten und Bedürfnissen.

Heilkunst mit langer Tradition

Ihren Ursprung hat Ayurveda, die „Wissenschaft des Lebens“, im alten Indien. Bereits vor über 2000 Jahren begannen Heiler, ihre Erfahrungen zu dokumentieren und weiter zu geben. Als eine der ältesten Heilkunden der Welt ist die Ayurveda in manchen Regionen Asiens auch heute noch der zentrale Ansatz bei der Behandlung von Patienten. In den USA und auch Deutschland wird Ayurveda gerne im Rahmen komplementärer oder alternativer Verfahren, doch auch in Kombination mit schulmedizinischen Therapien genutzt. Für viele Menschen ist sie mittlerweile integraler Bestandteil ihrer Gesundheitsfürsorge; nicht umsonst erfreut sich die Ayurveda auch in vielen Massagestudios wachsender Beliebtheit. Die Ayurveda Massage geht dabei häufig mit Änderungen im Lebensstil einher, deswegen eignet sich die Therapie auch für Menschen, die mit Ayurveda abnehmen möchten. Gewichtsreduktion ist dabei aber nur eine der vielen Vorteile der indischen Heilkunst.

So funktioniert die Ayurvedische Massage

Ayurveda wird als Erfahrungsheilkunde schon seit tausenden von Jahren praktiziert. Heute interessieren sich aber auch westliche Mediziner für Ayurveda und setzen sich wissenschaftlich mit den Auswirkungen der traditionellen Therapieform auf Gesundheit und Wohlbefinden auseinander.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Ayurvedischen Massage

Besonders positiven Effekt scheint Ayurveda dabei auf das autonome Nervensystem zu haben – also den Bestandteil des Nervensystems, der sich nicht willkürlich steuern lässt. So fand etwa Basler (2011) in einer Studie an jeweils zehn gesunden Männern und Frauen heraus, dass die Ayurvedische Abhyanga Massage (Öl Massage) das individuelle Stress-Level der Probanden signifikant verbesserte. Bei Teilnehmer(innen), die vorab unter Hypertonie (Bluthochdruck) litten, sank sogar der Blutdruck, während bei Testpersonen mit normalem Blutdruck keine Veränderungen zu verzeichnen waren. Daraus lässt sich schließen, dass die Massage eine bestehende Dysregulation in Balance bringen kann, jedoch keine Nebenwirkungen auf schon gesunde Menschen zu befürchten sind. Darüber hinaus fand man positive Effekte der Ayurveda Massage auf chronische Rückenschmerzen (vgl. Kumar et. al, 2017), sie wirkt angstlösend und entspannend (vgl. Murota et. al, 2016).

Typen in der Ayurvedischen Therapie

Ayurveda Therapeuten unterteilen Menschen in drei Hauptkategorien – und zwar unter Berufung auf die vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft. Oft werden dabei auch Kombinationen bzw. Mischtypen gebildet; jede Gruppe geht mit einer bestimmten Statur und gesundheitlichen Disposition einher.

  • Kapha:
    Das Wasser/Erde Element ist mit einer übergroßen Statur und evtl. Adipositas assoziiert.
  • Pitta:
    Das Feuer Element geht mit normalem Körperbau und manchmal auch Verdauungsbeschwerden einher.
  • Vata:
    Das Luft Element ist durch ein zierliches Erscheinungsbild charakterisiert; oft ist die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung gestört.

Menschen, bei denen eines oder mehrere dieser Elemente überproportional ausgeprägt sind, profitieren besonders von Ayurvedischen Massagen. Sie helfen, bestehende Dysregulationen zu balancieren und die verschiedenen Kräfte wieder in Ausgleich zu bringen.

Ablauf der Ayurveda Massage

Viele Menschen wenden sich der Ayurveda Massage zu, weil sie ihr Gewicht reduzieren möchten. Allerdings bringt die Ayurveda als ganzheitliches Konzept noch viele weitere Vorteile mit sich – und zwar sowohl im Hinblick auf die körperliche Gesundheit als auch das geistige Wohlbefinden. Im Mittelpunkt steht eine umfassende Ausrichtung der Lebensführung auf die Harmonisierung des Selbst. Ayurveda – mehr als „ „nur“ Massage Daher empfehlen viele Ayurveda Therapeuten neben Massagen mit Fokus auf die ganz persönliche Konstitution auch eine Ernährungsumstellung, naturheilkundliche Anwendungen mit Kräutern, Maßnahmen zur Schlafhygiene und Stressbewältigung, Mediation, Sport und Yoga. Darüber hinaus spielen Massage Öle in der ayurvedischen Massagetherapie eine wichtige Rolle. Diese werden vom Therapeuten individuell auf die Bedürfnisse, Beschwerden, Körperbau, Dysregulationen und Ziele hin angepasst. Manche ayurvedischen Masseure stellen diese Öle auch mit eigenen Kräutermischungen her; die entstehenden Moleküle sind dabei so klein, dass sie die Haut der Klienten leicht durchdringen und ihre heilende Wirkung auch direkt im Körper entfalten.

Vor der Ayurveda Massage

Bevor es an die erste Ayurveda Massage geht, sollten Therapeut und Klient folgende Dinge besprechen:

  • Gibt es Areale, die besondere Schmerzen verursachen? Gibt es Berührungen, die als unangenehm empfunden werden?
  • Bestehen Allergien auf bestimmte Öle?
  • Welche Bedürfnisse und Ziele stehen im Mittelpunkt? Was erhofft sich der Klient von der Therapie?

Während der Ayurveda Massage

Auch während der Massage sollte der Klient Rückmeldung geben, wenn bestimmte Berührungen unangenehm  sind oder Schmerzen verursachen.

Nach der Ayurveda Massage

Nach der Massage sollte der Klient ausreichend Zeit zum Nachruhen haben und den Tag über viel trinken, um gelöste Giftstoffe abzubauen.

Effekte der Ayurveda Massage

Anhänger der Ayurvedischen Medizin schätzen die traditionelle Heilkunst vor allem wegen ihrer ausgleichenden Wirkung auf das Nervensystem. Darüber hinaus werden ihr folgenden Eigenschaften zugeschrieben:

  • Stärkung des Immunsystems und bessere Körperwehr gegen Infektionen
  • gesünderes Hautbild
  • längere Lebenserwartung
  • langfristige Gewichtsreduktion
  • bessere Durchblutung und Stimulation der inneren Organe

Auch den Abbau von Giftstoffen (Entschlackung) soll die Ayurvedische Massage unterstützen. Stoffwechselabbauprodukte werden in der Ayurvedischen Medizin mit dem Begriff „ama“ beschrieben. Hohe Anteile von „ama“ führen demnach zu Gewichtszunahme und Verdauungsbeschwerden – und können, so die Anhänger der traditionellen indischen Heilkunst, durch den ayurvedischen Lebensstil (inklusive Massagen und Ernährungsumstellung) deutlich reduziert werden.

Für diese Personen eignet sich die Ayurveda Massage

Die Ayurveda Massage und die ayurvedische Medizin eignen sich für alle, die nach mehr Gesundheit und Wohlbefinden streben. Menschen mit tiefer Beinvenen Thrombose allerdings sind davon ausgenommen, sie dürfen keinerlei Massagen anwenden. Schwangere sollten sich zudem nur unter Rücksprache mit ihrem Arzt in eine ayurvedische Behandlung begeben. Allgemein ist es ratsam, umfassende ayurvedische Programme abseits der Massage (z.B. Ernährungsumstellung) unter Begleitung eines Arztes vorzunehmen. Gerade die Kombination aus schulmedizinischer und ayurvedischer Behandlung hat sich in der Vergangenheit als sehr effektiv erwiesen. Wichtig sind zudem eine fundierte Ausbildung und die Erfahrung des Therapeuten – nur, wenn der Behandler wirklich weiß, was er tut, kann die traditionelle Heilkunst ihre ganze Wirkung entfalten.

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