Im Fokus: Die Ayurveda Massage

Die Ayurvedische Massage (Abhyanga Massage) ist wichtiger Bestandteil der traditionellen Indischen Medizin. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz – im Mittelpunkt steht neben Ausgeglichenheit auch Wohlbefinden durch langfristige Änderungen in der Lebensführung. Anders als in der westlichen Medizin wird dabei nicht nur die körperliche, sondern auch geistige und seelische Gesundheit mit einbezogen. Ayurveda hat damit nicht nur kurativen, sondern auch präventiven Charakter und konzentriert sich auf den einzelnen Menschen mit seinen individuellen Besonderheiten und Bedürfnissen.

Heilkunst mit langer Tradition

Ihren Ursprung hat Ayurveda, die „Wissenschaft des Lebens“, im alten Indien. Bereits vor über 2000 Jahren begannen Heiler, ihre Erfahrungen zu dokumentieren und weiter zu geben. Als eine der ältesten Heilkunden der Welt ist die Ayurveda in manchen Regionen Asiens auch heute noch der zentrale Ansatz bei der Behandlung von Patienten. In den USA und auch Deutschland wird Ayurveda gerne im Rahmen komplementärer oder alternativer Verfahren, doch auch in Kombination mit schulmedizinischen Therapien genutzt. Für viele Menschen ist sie mittlerweile integraler Bestandteil ihrer Gesundheitsfürsorge; nicht umsonst erfreut sich die Ayurveda auch in vielen Massagestudios wachsender Beliebtheit. Die Ayurveda Massage geht dabei häufig mit Änderungen im Lebensstil einher, deswegen eignet sich die Therapie auch für Menschen, die mit Ayurveda abnehmen möchten. Gewichtsreduktion ist dabei aber nur eine der vielen Vorteile der indischen Heilkunst.

So funktioniert die Ayurvedische Massage

Ayurveda wird als Erfahrungsheilkunde schon seit tausenden von Jahren praktiziert. Heute interessieren sich aber auch westliche Mediziner für Ayurveda und setzen sich wissenschaftlich mit den Auswirkungen der traditionellen Therapieform auf Gesundheit und Wohlbefinden auseinander.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Ayurvedischen Massage

Besonders positiven Effekt scheint Ayurveda dabei auf das autonome Nervensystem zu haben – also den Bestandteil des Nervensystems, der sich nicht willkürlich steuern lässt. So fand etwa Basler (2011) in einer Studie an jeweils zehn gesunden Männern und Frauen heraus, dass die Ayurvedische Abhyanga Massage (Öl Massage) das individuelle Stress-Level der Probanden signifikant verbesserte. Bei Teilnehmer(innen), die vorab unter Hypertonie (Bluthochdruck) litten, sank sogar der Blutdruck, während bei Testpersonen mit normalem Blutdruck keine Veränderungen zu verzeichnen waren. Daraus lässt sich schließen, dass die Massage eine bestehende Dysregulation in Balance bringen kann, jedoch keine Nebenwirkungen auf schon gesunde Menschen zu befürchten sind. Darüber hinaus fand man positive Effekte der Ayurveda Massage auf chronische Rückenschmerzen (vgl. Kumar et. al, 2017), sie wirkt angstlösend und entspannend (vgl. Murota et. al, 2016).

Typen in der Ayurvedischen Therapie

Ayurveda Therapeuten unterteilen Menschen in drei Hauptkategorien – und zwar unter Berufung auf die vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft. Oft werden dabei auch Kombinationen bzw. Mischtypen gebildet; jede Gruppe geht mit einer bestimmten Statur und gesundheitlichen Disposition einher.

  • Kapha:
    Das Wasser/Erde Element ist mit einer übergroßen Statur und evtl. Adipositas assoziiert.
  • Pitta:
    Das Feuer Element geht mit normalem Körperbau und manchmal auch Verdauungsbeschwerden einher.
  • Vata:
    Das Luft Element ist durch ein zierliches Erscheinungsbild charakterisiert; oft ist die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung gestört.

Menschen, bei denen eines oder mehrere dieser Elemente überproportional ausgeprägt sind, profitieren besonders von Ayurvedischen Massagen. Sie helfen, bestehende Dysregulationen zu balancieren und die verschiedenen Kräfte wieder in Ausgleich zu bringen.

Ablauf der Ayurveda Massage

Viele Menschen wenden sich der Ayurveda Massage zu, weil sie ihr Gewicht reduzieren möchten. Allerdings bringt die Ayurveda als ganzheitliches Konzept noch viele weitere Vorteile mit sich – und zwar sowohl im Hinblick auf die körperliche Gesundheit als auch das geistige Wohlbefinden. Im Mittelpunkt steht eine umfassende Ausrichtung der Lebensführung auf die Harmonisierung des Selbst. Ayurveda – mehr als „ „nur“ Massage Daher empfehlen viele Ayurveda Therapeuten neben Massagen mit Fokus auf die ganz persönliche Konstitution auch eine Ernährungsumstellung, naturheilkundliche Anwendungen mit Kräutern, Maßnahmen zur Schlafhygiene und Stressbewältigung, Mediation, Sport und Yoga. Darüber hinaus spielen Massage Öle in der ayurvedischen Massagetherapie eine wichtige Rolle. Diese werden vom Therapeuten individuell auf die Bedürfnisse, Beschwerden, Körperbau, Dysregulationen und Ziele hin angepasst. Manche ayurvedischen Masseure stellen diese Öle auch mit eigenen Kräutermischungen her; die entstehenden Moleküle sind dabei so klein, dass sie die Haut der Klienten leicht durchdringen und ihre heilende Wirkung auch direkt im Körper entfalten.

Vor der Ayurveda Massage

Bevor es an die erste Ayurveda Massage geht, sollten Therapeut und Klient folgende Dinge besprechen:

  • Gibt es Areale, die besondere Schmerzen verursachen? Gibt es Berührungen, die als unangenehm empfunden werden?
  • Bestehen Allergien auf bestimmte Öle?
  • Welche Bedürfnisse und Ziele stehen im Mittelpunkt? Was erhofft sich der Klient von der Therapie?

Während der Ayurveda Massage

Auch während der Massage sollte der Klient Rückmeldung geben, wenn bestimmte Berührungen unangenehm  sind oder Schmerzen verursachen.

Nach der Ayurveda Massage

Nach der Massage sollte der Klient ausreichend Zeit zum Nachruhen haben und den Tag über viel trinken, um gelöste Giftstoffe abzubauen.

Effekte der Ayurveda Massage

Anhänger der Ayurvedischen Medizin schätzen die traditionelle Heilkunst vor allem wegen ihrer ausgleichenden Wirkung auf das Nervensystem. Darüber hinaus werden ihr folgenden Eigenschaften zugeschrieben:

  • Stärkung des Immunsystems und bessere Körperwehr gegen Infektionen
  • gesünderes Hautbild
  • längere Lebenserwartung
  • langfristige Gewichtsreduktion
  • bessere Durchblutung und Stimulation der inneren Organe

Auch den Abbau von Giftstoffen (Entschlackung) soll die Ayurvedische Massage unterstützen. Stoffwechselabbauprodukte werden in der Ayurvedischen Medizin mit dem Begriff „ama“ beschrieben. Hohe Anteile von „ama“ führen demnach zu Gewichtszunahme und Verdauungsbeschwerden – und können, so die Anhänger der traditionellen indischen Heilkunst, durch den ayurvedischen Lebensstil (inklusive Massagen und Ernährungsumstellung) deutlich reduziert werden.

Für diese Personen eignet sich die Ayurveda Massage

Die Ayurveda Massage und die ayurvedische Medizin eignen sich für alle, die nach mehr Gesundheit und Wohlbefinden streben. Menschen mit tiefer Beinvenen Thrombose allerdings sind davon ausgenommen, sie dürfen keinerlei Massagen anwenden. Schwangere sollten sich zudem nur unter Rücksprache mit ihrem Arzt in eine ayurvedische Behandlung begeben. Allgemein ist es ratsam, umfassende ayurvedische Programme abseits der Massage (z.B. Ernährungsumstellung) unter Begleitung eines Arztes vorzunehmen. Gerade die Kombination aus schulmedizinischer und ayurvedischer Behandlung hat sich in der Vergangenheit als sehr effektiv erwiesen. Wichtig sind zudem eine fundierte Ausbildung und die Erfahrung des Therapeuten – nur, wenn der Behandler wirklich weiß, was er tut, kann die traditionelle Heilkunst ihre ganze Wirkung entfalten.

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